Schlank durch Fasten? Klappt leider nicht

17. Februar 2010 · 3 Kommentare

Probleme im Turbo-Tempo loszuwerden statt sich lange damit herumzuplagen – das ist immer verlockend. So verlockend wie eine Blitzdiät, die fünf Kilo in fünf Tagen verspricht – oder zehn in zehn. Und das mit einem angeblich ganz einfachen Mittel: Nämlich mit Nichts-Essen. Also mit Fasten, bis das Traumgewicht erreicht ist, und man fröhlich schlank, innerlich durchgeputzt, frei von Ballast in Kopf und Körper zurückkehrt ins alte Leben. Schön wäre es. Doch leider funktioniert das nicht. Denn kaum kommen wir im Alltag an, sind die Kilos auch schon wieder da.

Selbst wenn Fasten (bitte nur unter professioneller Aufsicht) für viele Menschen ein gesunder Segen ist, zum Abnehmen taugt es nicht. In unserem Körper löst das nämlich vor allem Panik aus – wie Hungersnöte in Urzeiten. Unser Organismus reagiert einerseits mit Adrenalinausstößen und setzt schmerzbetäubende Glückshormone frei (deshalb das gute Gefühl, von dem viele Fastenfreunde berichten), stellt aber andrerseits gnadenlos sein Sparprogramm ein: Er baut Muskeleiweiß bedrohlich ab, kann mit Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder Schwindel reagieren und wartet sehnsüchtig auf das Ende des Hungers, um sich dann so schnell wie möglich wieder richtig vollzustopfen.

Wer die bevorstehende traditionelle Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostern zum Abnehmen nutzen will, geht effektiver vor, wenn er sich realistische Ziele ohne Risiko setzt. Zum Beispiel:

  • Ich verzichte in dieser Zeit auf Süßigkeiten.
  • Ich meide Imbissbuden und Fast food.
  • Ich trinke sechs Wochen lang keinen Alkohol.
  • Ich fange an, mir Muskeln aufzubauen.
  • Ich esse ganz oft nach der Heizmann-Uhr.
  • Ich schließe meine Küche nach dem kohlenhydratfreien Abendessen.
  • Ich laufe oder walke zwei mal in der Woche.
  • Ich koche dreimal in sieben Tagen ein Heizmann-Rezept.

„Ist ja gut und schön“, sagen Sie jetzt vielleicht, „aber davon nehme ich doch nicht ab.“ Das stimmt, aber damit machen Sie immerhin einen Anfang. Sie können die einzelnen Punkte nämlich auch zu perfekten Tagen kombinieren und die Anzahl dieser Tage nach Lust und Laune steigern – dann nehmen Sie ab. Falls Sie gleich morgen mit dem letzten Punkt anfangen wollen, verrate ich Ihnen heute wieder ein neues Rezept dafür: Weißkrautpfanne mit Zitrusfrüchten und Hühnchen.

3 Kommentare

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Lessley  17. Februar 2010 16:35

Hallo Zusammen, seit 3 Wochen machen meine Lebenspartnerin und ich jetzt nach dem Prinzip “Schlank im Schlaf ” eine sehr wohlschmeckende Diäääät ;-) …. ich habe 4 Kg abgenommen und meine Lebenspartnerin 3,5 Kg. Was hält eigentlich Patrik Heizmann von dieser “Diät” ??? Wir essen bewuster und bewegen uns mehr als zuvor. Der Video von P. Heizmann hat uns sehr nachdenklich gestimmt und uns bestärkt, weiter zu machen.
Das Hörbuch ist jetzt auch bestellt ;-)
Gruss, Willi

Eve  6. März 2010 16:41

Also, für viele ist SiS zu kohlenhydratbetont; ich könnte mir denken, dass Patric H. es auch so sieht. Ich könnte nach derartigen Mahlzeiten wie den Weißmehlbrötchen mit süßem Aufstrich – alles reine Stärke und Zucker – den ganzen Tag nicht mehr aufhören zu essen, und für gesund halte ich das ganz bestimmt nicht. Es wundert mich, dass ein Arzt diese Diät entwickelt hat.

Eve  6. März 2010 16:43

Um hier noch etwas zum Thema zu sagen: Das Fasten in der Art wie vorgeschlagen finde ich prima – genauso mach ichs auch. Es tut Körper und Seele gut, bewusst auf einiges, das sonst so selbstverständlich ist, zu verzichten. Ich profitiere absolut davon, nicht nur in körperlicher, sondern auch in seelischer Hinsicht.

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