Unser Stoffwechsel funktioniert unglaublich gut – und gleichermaßen komplex: Zellen kommunizieren miteinander, übernehmen unterschiedliche Funktionen und sind perfekt aufeinander abgestimmt. Um das so tun zu können, benötigen sie eine Vielzahl von Nährstoffen, aus denen Hormone und Enzyme gebildet werden. Einige dieser Stoffe kann unser Körper selbst herstellen, andere wiederum nicht. Diese müssen durch die Nahrung aufgenommen werden. Sie sind lebensnotwendig und werden deshalb im medizinischen Sinne als “essentielle” Nährstoffe beschrieben.

Wissen verhindert Mangel
Aus meiner Sicht gibt es über 40 Nährstoffe in der Kategorie “Essentiell”. Wer jetzt danach im Netz sucht oder Fachliteratur zur Hand nimmt, wird auch auf andere Zahlen treffen. Das ist alles eine Sache der Definition. Aber darum geht es hier gar nicht.

Wichtig ist zu verstehen, dass wir mit unserer Nahrung das aufnehmen müssen, was unser Körper selbst nicht bilden kann. Und diese Bestandteile sind absolut lebenswichtig. Ohne sie wird es uns kurz über lang mies ergehen. Wir erleiden einen Mangel und werden krank.

Die „Essies“ im Überblick
Ich werde jetzt nicht in eine Chemiestunde abdriften, aber ein kurzer Überblick wird verdeutlichen, wie unbeschwert unser Umgang mit den essentiellen Nährstoffen sein kann. Die essentiellen Nährstoffe gehören verschiedenen Klassen an: Aminosäuren, ungesättigten Fettsäuren, Vitamine, Spurenelemente und sogenannte MBBC (meat based bioactive compounds), also Komponenten, die im Fleisch vorkommen. Wenn du ordentlich frisches Gemüse zu dir nimmst, bist du schon einmal auf der sicheren Seite, was die Aminosäuren angeht. Sie heißen Isoleucin, Leucin, Valin, Methionin, Lysin, Tryptophan, Threonin, Phenylalanin und Histidin.

Mit Fleisch und fettigem Fisch deckst du deinen Bedarf an den ungesättigten Fettsäuren Docosahexaensäure (DHA), Eicosapentaensäure (EPA) und Arachidonsäure (AA). Und natürlich sind die Fleischkomponenten Cholin, Carnitin, Carnosin, Inositol, Kreatin, Taurin und die Alpha-Liponsäure auch mit dabei.

Was noch fehlt sind Vitamine und Mineralien. Davon hast du auch schon einiges zu dir genommen mit dem Gemüse, Fleisch und Fisch. Wenn dann noch Gemüse, Obst, Eier und vielleicht Leber (uff… nicht mein Ding – aber hochwertig insbesondere wegen des Vitamin A) dazu kommt, ist alles gut.

Die Vitamine A, B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9, B12, C, D, E und K finden sich darin wieder. Und auch von Chrom über Cobalt, Eisen, Fluor, Jod, Kupfer, Mangan, Molybdan, Selen, Zink, Bor bis Vanadium ist alles an Mineralien mit drin.

Gesunde Ernährung kann so einfach sein
Wenn du die Auflistung jetzt durchgearbeitet hast, wirst du feststellen, dass es total simpel ist, alle essentiellen Nährstoffe in ausreichender Form zu sich zu nehmen. Wenn du dich ausgewogen ernährst, klappt das von ganz allein. Ohne, dass du jeden Nährstoff kennen musst. Verzichte auf Fertigprodukte, koche selbst und du wirst nicht in die Situation kommen, dass dein Körper schleichend in die Mangelerscheinungen rutscht. Ganz im Gegenteil. Er wird es dir danken. Der Stoffwechsel brummt, weil er alles hat, was er braucht. Du wirst dich großartig fühlen und das ist ja dein Ziel.

Wenn du Lust auf mehr bekommen hast, dann schau doch mal bei einer meiner Shows vorbei. Da gibt’s übrigens noch einen weiteren essentiellen Nährstoff, der hier noch nicht erwähnt wurde: das Lachen ­– aber hoffentlich nicht, bis der Arzt kommen muss.

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